
Kronen Zeitung
IN ERSTER INSTANZ
Bundesliga-Lizenz erhalten! Austria atmet auf
Aufatmen am Verteilerkreis! Nach den Strapazen der letzten Jahre hat der FK Austria Wien die Bundesliga-Lizenz für die Saison 2026/27 in erster Instanz erhalten.
„Dass wir es erneut geschafft haben, bestätigt unseren eingeschlagenen Weg“, meinte Finanzvorstand Harald Zagiczek.
A-Lizenzkriterium erfüllt
Nach dem bitteren 1:4 beim LASK gab’s am Mittwoch für die Austria vor dem Heimderby am Sonntag eine erfreuliche Nachricht – die Veilchen erhielten die Lizenz (allerdings mit Auflage) für die Saison 2026/27 zum dritten Mal in Folge in erster Instanz. Die Liga verlangt erneut eine aktualisierte, geprüfte finanzielle „Zukunftsinformation“. Zagiczek, seit seinem Amtsantritt klappte es in puncto Lizenz bisher stets beim ersten Anlauf, freut sich über den violetten Hattrick. Das A-Lizenzkriterium der Bundesliga, das eine jährliche Reduktion des negativen Eigenkapitals um zehn Prozent vorsieht, wurde erfüllt. Das negative Eigenkapital konnte um 16 Prozent verbessert, auf 13,5 Millionen Euro reduziert werden.
Dazu weist die Halbjahresbilanz zum 31. Dezember mit 330.000 Euro erstmals seit acht Jahren wieder ein operatives Plus aus. Das Geschäftsjahr wird man mit gut über einer halben Million Euro positiv abschließen, die Verbindlichkeiten liegen aktuell bei rund zehn Millionen. Durch den Stadionverkauf erspart sich die Austria jährlich rund vier Millionen Euro an Zinsaufwand und Abschreibungen. Zudem nahmen die Veilchen durch die Verkäufe von Dominik Fitz und Maurice Malone vier Millionen ein. Alleine Ifeanyi Ndukwe, der für die Young Violets (erhielten ebenfalls die Zulassung für die 2. Liga) verteidigt, kann der Austria mit seinem Wechsel zum FC Liverpool inklusive Bonuszahlungen bis zu 4,2 Millionen Euro einbringen.
Summen, die für die Wiener aufgrund der letzten Jahre wieder Neuland sind – Reichtum ist am Verteilerkreis aber nach wie vor keiner ausgebrochen. „Um dauerhaft positive Ergebnisse zu erzielen, bleiben Transferüberschüsse sowie weitere Einsparungen unerlässlich. Da ein Klub wie die Wiener Austria auf Nettoerlöse aus dem Sport angewiesen ist und Einnahmen aus Europacup-Ligaphasen nicht verlässlich eingeplant werden können“, betont Zagiczek.
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